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WESENTLICHES


Diesen Bereich möchte ich als Raum frei halten, in dem ich immer wieder spontan

Gedanken, Erkenntnisse oder Erlebnisse Empfehlungen zu wertvollen und interessanten Büchern, Filmen oder Sendungen

mitteilen kann, die mich beeindruckt, begeistert und sehr bewegt haben oder die über die Jahre hinweg zu wichtigen Wegweisern und Leitlinien geworden sind.

AUSZÜGE AUS DEN SONNTAGS - GEDANKEN

ABSTAND UND NÄHE

Gedanken über einen guten Umgang miteinander

„Wirkliche Nächstenliebe für den anderen zu zeigen, heißt in diesen Zeiten den Abstand halten“, so formulierte es ein Pfarrer als Impuls für seine Gemeinde. Eigentlich ein paradoxer Spruch, der das auf den Kopf stellt, was man üblicher Weise im Zusammenhang mit dem Begriff Nächstenliebe versteht. Wenn ich meinen Nächsten liebe, dann schenke ich ihm doch gerade diese Nähe und Zuwendung, die er sich so sehnlich wünscht.

Ausnahmezeiten erfordern Ausnahmereaktionen. Wir stehen leider immer noch mitten in dieser außergewöhnlichen Zeit, die so gewaltige Veränderungen im öffentlichen wie privaten Leben mit sich bringt. Abstand und Isolation werden in einem Maße gefordert, die keiner von uns freiwillig so auf sich nehmen wollte. Das, was in einer guten Weise Sinn in unserem Leben machen kann, nämlich ein gutes Maß an Nähe und Abstand, geschieht in einer aufgezwungenen Weise. Keiner kann sagen, wie die Langzeitfolgen dieser Maßnahmen sein werden.

In einigen Berichten gibt es manch bedenkliche Rückmeldungen. Dass in Familien und Partnerschaften es im Laufe der Zeit zu immer aggressiveren und gereizteren Verhaltensweisen gekommen sei. Bis hin zu Gewaltausbrüchen. Solche Berichte können einen bedrücken, oder aber besser aufmerksamer und achtsamer machen. Welche Bedürfnisse sind für Menschen wichtig und müssen sorgsam beachtet werden. Menschen, die sich nahe stehen und auch häufiger nahe sind. Das Thema Nähe und Abstand ist nicht erst seit solchen Krisenzeiten bekannt und bedeutsam.

Für Beziehungen von Menschen, vor allem von Liebespartnern, gibt es einige Grundvoraussetzungen, die über das Gelingen oder Scheitern einer Beziehung entscheiden können. Dazu gehört vor allem, dass zwischen verschiedenen Bedürfnissen und Wünschen von beiden eine Balance, ein Ausgleich herrschen muss. Dazu gehört, dass beide Partner das Gefühl und die Sicherheit haben, dass die unweigerlichen Belastungen und Aufgaben, die ein gemeinsames Leben mit sich bringt, einigermaßen gerecht und zu gleichen Teilen auf beide Schultern verteilt sind. Auch wenn das zu gewissen Zeiten einseitig verschoben sein kann, so sollte das doch nur eine Ausnahme bilden und in der Regel beachtet werden.

Ebenso geht es um eine gute Balance im Bedürfnis der Partner nach Nähe und Distanz. Dass diese Wünsche nicht immer deckungsgleich sind, ist eine Alltagserfahrung. Sowohl in der Intensität wie auch in der zeitlichen Vorstellung kann das immer wieder bei beiden verschieden sein. Ganz klar, in der Phase der Verliebtheit gibt es da wunderbare Einhelligkeit. Keinem der Partner muss man Nähe verordnen. Eher schon zuweilen das Gegenteil. So manchem Verliebten kann trotz aller Hormonfluten dann doch hier und da das ewige Umarmen und Drücken etwas zu viel werden. Oder der Drang zur emotionalen Nähe und innigsten Seelenverwandtschaft und Verbundenheit. Aber hier kann schon deutlich werden, was ein Paar so allmählich lernen muss: Die Rücksicht und die Achtsamkeit auf ein gutes Verhältnis von Nähe und Abstand.

In dieser Ausnahmezeit der Corona-Krise mit dem unfreiwilligen und erzwungenen engen Zusammenleben in der heimischen Wohnung wird dieses Thema unter eine besondere Herausforderung gestellt. Wo man großzügig in einem weitläufigen Haus mit mehreren Zimmern oder gar Stockwerken genügend Möglichkeiten zum Rückzug hat, ist leichter diesen unterschiedlichen Bedürfnissen Rechnung zu tragen. Trotzdem muss bei manchen darüber offen und ehrlich gesprochen werden. Es muss jedem zugestanden werden, dass er ab und zu diesen Rückzug braucht und dass dies nicht als fehlende Liebe oder mangelndes Zugehörigkeitsgefühl gewertet wird. Oder gar als Beleidigtsein.

Problematischer wird es schon, wenn man in einer kleinen Wohnung, wohl auch noch mit kleinen Kindern, zurechtkommen muss, und sich kaum aus dem Weg gehen kann. Auch wenn zur Zeit noch die Möglichkeiten bestehen, wenigstens allein aus dem Haus zu gehen, so braucht es dennoch klare Regeln und großes Verständnis für das Zusammenleben auf engem Raum. Wo keine äußere Distanz möglich ist, kann man nach einer inneren Distanz suchen. Es gibt dann Zeiten, in denen man sich innerlich zurückziehen darf, ein Buch lesen, nicht antworten zu müssen, eigenen Gedanken nachhängen dürfen. Nicht immer Probleme lösen und diskutieren müssen. Umso schöner, wenn dann wieder Gemeinsames entdeckt wird, ein Lieblingsfilm oder –musik, gemeinsame Erinnerungen etc.

Sonderzeiten brauchen Sondermaßnahmen. Und Humor.

 

GESCHICHTEN, DIE MUT MACHEN

Eine Empfehlung für alle, die meinen, dass Sie mit Erwartungen Ihrer Eltern belastet sind, denen sie sich nicht gewachsen fühlen.

Lesen Sie das Märchen „Das Eselein“ von den Gebrüdern Grimm, eines meiner Lieblingsmärchen, über das ich einen eigenen Vortrag verfaßt habe, weil mich ein einziger Satz darin so berührt hat: Er lautet: „Und als es auf die Welt kam, da war es kein Menschenkind, sondern ein Eselein!“

Übersetzt in die Alltags-Sprache einer Familie, heißt dieser Satz für mich: „Du bist nicht, wie du sein solltest!“

Diese ausgesprochene oder unausgesprochene Bewertung begleitet so viele Kinder in ihr Leben. Wie man damit umgehen kann und sein Leben zu etwas Großartigem machen kann, zeigt dieses Märchen auf seine Weise auf. Für mich ungemein bestärkend und ermutigend.

Viel Spaß und Ermutigung!

Bücher

Nelson Mandela: Der lange Weg zur Freiheit

Richard Deats: Martin Luther King

Mohammed Yunus: Für eine Welt ohne Armut

Lance Secretan: Inspirieren statt motivieren


Ein Spruch aus den Chassidischen Geschichten begleitet mich seit langem und ist für mich zu einer richtigen Kraftquelle geworden, hilft mir den richtigen Platz für mein Selbstbewußtsein zu finden zwischen Grandiosität und Demut:

Ein Rabbi lehrt seinen Schülern: Lebt so, als ob ihr eine Jacke mit zwei Taschen anhabt. Greifst du in die eine Tasche, findest du dort: „Um meinetwillen wurde die Welt erschaffen“, greifst du in die andere Tasche, findest du: „Ich bin nur Schall und Rauch!“

Seit einem Kongress in Rom mit Bert Hellinger trage ich eine Kurzgeschichte in mir, die er dort in einer Aufstellungspause erzählt hat und die mir ein wertvoller Wegweiser zur Gelassenheit geworden ist:

Ein Mann rannte verzweifelt seinem Glück hinterher, bis er nicht mehr konnte und atemlos stehenblieb. Da holte ihn das Glück – endlich – ein!

Viel Spass beim Einholen-Lassen!

Tätigkeitsbereiche

Supervision

Unter Supervision versteht man ursprünglich die objektive, kritische Beobachtung und Kontrolle von Abläufen und Tätigkeitsbereichen vorwiegend im beruflichen Bereich.

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Einzeltherapie

Therapeutische Hilfe sollte nach meinem Empfinden deshalb sehr achtsam und zurückhaltend sein. Zu intensive Hilfe kann manchmal eher unselbständiger und abhängiger machen.

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Paartherapie

Ich biete diese Möglichkeit in eigenen Seminaren für Einzelne und Paare, oder auch nur für Paare allein in Gruppenseminaren im Therapiehaus und auch in auswärtigen Seminarhäusern an.

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Therapiehaus „Am Ahornweg“
Ahornweg 6
92224 Amberg


Telefon: 0049 (0) 96 21/ 67 33 11
Email: sonntag@therapiehaus-sonntag.de